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News - Bei diesem Link kommen Sie wieder zu den neuen News!

April 2008

Die Werkstatt ist vollständig eingerichtet

Zwei Schnäppchen habe ich bei Ebay gemacht.
Zunächst eine etwa 80 kg schwere Buchpresse, die ich Dank meines Nachbarn in den Keller transportiert habe und mit der ich nun auch große Formate bis 40x60 cm mit dem nötigen Druck pressen kann.
Mit dem Ersteigern einer Prägepresse habe ich mir dann den vorerst letzten große Wunsch für meine Werkstatt erfüllt. Damit kann ich nun Titel prägen, dass heißt Einbände bedrucken. Bisher war mir das nur in der Werkstatt im Saarland möglich. Mit der Neuerwerbung bin ich jetzt wesentlich flexibler und schneller.

Im letzten Jahr war ich aber nicht nur bei Ebay auf Schnäppchenjagd.

Hochzeits-Fotoalben, Besteckkästen und anderes

Die buchbinderischen Arbeiten waren zeitweise geprägt durch die Hochzeit meiner Tochter. Von Tischkarten über Gästebuch, diverse Alben bis hin zu Danksagungskarten in Form eines Leporellos hat mich die Hochzeit beschäftigt. Da in diesem Zuge auch noch das Familiensilber von der Großmutter auf die Enkelin überging, wurden die dazu erforderlichen Besteckkästen aus starker Buchbinderpappe gebaut und mit Leinen und Marmorpapier bezogen.

Neue Pläne – das Beutelbuch

Nun geht’s wieder los mit neuen Plänen. Nachdem ich zuletzt einige Halbledereinbände gefertigt habe, möchte ich ein Beutelbuch herstellen. Das ist eine besondere Form eines mittelalterlichen Buches, dessen Einband ein Beutel ist. Beutelbücher wurden zumeist am Gürtel getragen. Damit zeigten die Träger Belesenheit, auch Wohlstand, denn Bücher waren zu der Zeit recht teuer.
Auch wenn es heute kein Statussymbol mehr wäre, wenn ich damit herumliefe, reizt es mich dennoch, ein solches Exemplar zu machen. Wenn Ihr mich dann irgendwann mit einem Lederbeutel am Gürtel seht, wisst Ihr, was das für ein Teil ist.



Viele Grüße,
Heinz Bielstein



15.12.2006


Winterbuch 2006


Halblederbände sind die neuesten Produkte aus meiner Werkstatt.

Ein besonders gelungenes Exemplar stelle ich hier vor.

Leder an Bucheinbänden lässt das Buch hochwertiger erscheinen, ist von Material und Verarbeitung aber auch aufwändiger.
Das gegerbte und zumeist gefärbte Leder muss zunächst nach dem Zuschneiden an den Kanten, an denen Papier und Leder überlappen, abgeschrägt werden. Im Buchbinderjargon heißt das, „das Leder wird geschärft“. Damit wird ein dicker Absatz am Übergang von Leder auf Papier vermieden, was ja recht plump aussehen würde.
Als Werkzeug benutzt man dazu ein spezielles Schärfmesser, das eine elastische Klinge hat und sehr scharf ist.
Den Halblederband habe ich noch mit unechten Bünden ausgestattet. Das sind reliefartige Erhebungen auf dem Buchrücken, früher bei den echten Bünden Teile einer besonders stabilen Heftung. Heute sind die unechten Bünden jedoch nur zur Zierde des Einbandes und zur Unterteilung des Rückens angebracht.

Die unechten Bünde bestehen aus 2-3 mm breiten Pappstreifen oder einer dicken Schnur. Die Bünde werden, wenn der Einband mit Leder überzogen ist, in eine Klotzpresse getan und mit Bindfäden fixiert.

Nach langwieriger, aufwändiger Arbeit liegt dann schließlich das Ergebnis auf dem Tisch: ein Halblederband wie er in der Bildergalerie unter Winterbuch 2006 gezeigt wird.


Ausblick auf 2007


Nach dem der Umzug nach Wiesbaden (Mecklenburger Straße 42, 65205 Wiesbaden) vollzogen ist, bin ich dabei, die neue Werkstatt einzurichten. Das ist soweit gediehen, dass ich bereits die Buchbinderei in geringem Umfang wieder aufgenommen habe. Wenn die Einrichtungsarbeiten im Haus abgeschlossen sind, werde ich mich ab Mitte Januar wieder mehr dem Hobby widmen.
Für neue Ideen und Aufträge bin ich dann wieder offen.


Weihnachtsgrüße


Zunächst wünsche ich Euch und Euren Familien und Freunden eine schöne Vorweihnachtszeit und ein Frohes Fest.


Heinz Bielstein


20.10.2006


Spätherbst-Buch 2006 - das ist ein falscher und irreführender Begriff für das, was ich kürzlich auf einem Wochenend-Workshop hergestellt habe.

Um aber in der Reihe der Vorstellungen zu bleiben, habe ich diesen Titel gewählt –für zwei Objekte,

eine Buchkassette sowie ein Kasten mit Stülpdeckel.

„Hat das noch etwas mit Buchbinden zu tun?“, das wäre eine berechtigte Frage. „Ja doch,“ würde ich antworten, „seht Euch mal die Buchkassette an, und Ihr erkennt einen Einband wie bei einem Buch, auf den an den Innenseiten jeweils ein Kasten geklebt ist“.

Die Herstellung war und ist noch heute eine Arbeit des Buchbinders. Die Buchkassette wird auch als Bibliothekskassette bezeichnet und dient zum Ablegen von Dokumenten, Loseblattsammlungen oder einem Konvolut von Büchern gleichen Formats, z.B. einer Reihe.
In anderen Formaten können auch CDs oder DVDs darin gesammelt und staubgeschützt aufbewahrt werden. Ebenso können lichtempfindliche Objekte darin geschützt werden.


Auf dem Wochenendkurs habe ich gelernt, diese Objekte herzustellen. Besonders gut gelungen und zum Vorzeigen ist auch der Kasten mit Stülpdeckel. Neben Blättern im DIN A4 Format passt noch ein kleiner Kasten hinein, in dem Füllfederhalter oder andere Schreibgeräte aufbewahrt werden können. Diesen Kasten habe ich selbstverständlich gleich mit hergestellt.


Pause – Wie bereits angekündigt lege ich in den nächsten Wochen eine buchbinderische Pause ein und widme mich Maler- und Fußbodenlegerarbeiten.
Kurz vor Weihnachten werde ich mich noch einmal melden und Euch berichten, womit ich mich Weihnachten selbst beschenke. Ich habe nämlich in den letzen Wochen wieder ein paar neue Dinge erarbeitet – alte Buchbindertätigkeiten –, neu nur für mich, von denen ich noch in diesem Jahr berichten möchte. Um es schon mit einem Satz vorweg zu nehmen: Ich habe mit Leder gearbeitet und die Ergebnisse möchte ich so bald wie möglich zeigen.


Viele Grüße,

Heinz Bielstein


20.09.2006


Herbstbuch 2006 – Vom zerfledderten Taschenbuch zum lesenswerten Schmuckstück

Ist Euch so etwas schon passiert: Ihr wollt wieder einmal Euer Lieblingsbuch lesen und seht, dass sich das Taschenbuch in einzelne Teile und Seiten aufgelöst hat?
Da macht das Lesen keinen Spaß. Schmeißt Ihr das Buch dann weg?

Ich bin dabei, meine zerfledderten Taschenbücher wieder am Rücken zu leimen und in einen neuen Einband zu kleben. Wenn ich dazu einen Leineneinband nehme und die ursprünglich vordere und hintere Umschlagseite zuschneide und wieder auf den Einband klebe, sieht das Buch wie ein richtig gebundenes Buch aus, schöner als je zuvor.

Dazu werden zunächst die Teile des Buchblocks vollständig aus dem Einband gelöst und der Buchblock gerade gestoßen. Danach wird am Rücken des Buchblocks ein ganz schmaler Streifen abgeschnitten, um den alten Klebstoff zu entfernen und die Seiten vollständig voneinander zu trennen.
Im nächsten Arbeitsschritt werden die Seiten in eine spezielle Presse gelegt und der Buchblock am Rücken neu geleimt. Das wird in einer bestimmten Technik gemacht, die Lumbecken genannt wird, nach dem Erfinder dieses Verfahrens, Emil Lumbeck, der es 1936 entwickelt hat. Dabei werden die Seiten zunächst nach einer Seite aufgefächert und mit Klebstoff bestrichen, dann zur anderen und dabei ebenfalls mit Klebstoff bestrichen.
Dieses Verfahren der fadenlosen Klebebindung war die Geburtsstunde des Taschenbuchs.

Ergebnisse sind in der Bildergalerie als Herbstbuch zu betrachten.


Umzug nach Wiesbaden steht bevor


Die Stille auf dieser Seite hatte einen Grund. Verkauf unseres Hauses im Saarland und die Suche eines neuen Domizils in Wiesbaden haben mich vom Buchbinden und der Pflege der Homepage abgehalten. Ende November werden wir dann umgezogen sein. Im neuen Haus werde ich mehr Platz für meine Werkstatt haben – und mehr Zeit für die Beschäftigung mit der Buchbinderei. Darüber bin ich zur Zeit dabei, meine Ausstattung zu komplettieren.


04.04.2006


Frühsommer-Buch 2006

Wenn ich nur wüsste, wie das heißt, was ich da als Frühsommer-Buch gemacht habe. Ist das ein Fächersammler oder Vorordner mit Fächern oder eine Taschenmappe?
Seht Euch am besten die Bilder in der Bildergalerie an. Für mich ist es jedenfalls ein Objekt, das aus 8 Fächern oder Taschen besteht. Je nach Ausführung könnt ihr da hinein beim kleineren ein- oder zweimal gefaltete Briefbögen, Kopien, DIN A 4-Bögen sortieren, bei der größeren Ausführung ungefaltete DIN A4- Bögen. In der Bildergalerie zeige ich das kleinere Format.
Jede der 8 Taschen besteht aus einem leichten Karton, etwa von der Stärke einer Postkarte.
Der Karton wird in der Mitte gefalzt und oben und unten mit einem Leinenband, in Fachkreisen Fälzelband genannt, zusammengelebt. Fertig ist die Tasche. Acht Taschen werden zusammengeklebt und in einen Einband eingehängt. Dann gibt es da noch auf Vorder- und Rückseite des Einbandes ein kleines Band. Damit man kann man dann das gute Stück so verschließen, dass keine Blätter herausfallen.

Erwähnenswert ist noch das Papier, mit dem der Einband kaschiert ist. Es kommt aus Japan und ist im Siebdruckverfahren hergestellt. Ein ganz tolles Papier: sieht super aus, fasst sich angenehm an. Wenn da nicht der Preis wäre, wäre es ein ganz, ganz tolles Papier. Aber auch hier hat Schönheit und Qualität seinen Preis.

Für die Idee danke ich einer lieben Bekannten, die mir solch ein bisher noch namenloses Stück schenkte, mit den netten Worten, dass ich doch so was vielleicht auch mal machen könne. Ich fand es sehr praktisch und sortierte so vor: Belege fürs Finanzamt, Belege für Reisekostenabrechnungen, Rechnungen über meine Papiereinkäufe, damit ich einen Überblick habe, wie teuer das Hobby ist. Und irgendwann leere ich Fach für Fach, ordne in Ordner – und das meiste schmei&azlig;e ich weg, aber vorsortiert.

Diese Ordnung in meinen Papieren gab mir dann die Zeit, die Gelassenheit und den Spass, das Frühsommer-Buch zu fertigen.

Was mir aber noch fehlt, ist die richtige, korrekte Bezeichnung dafür.
Bei der Suche danach hoffe ich auf Eure Unterstützung.


12.02.2006


Frühlingsbuch 2006


Dos-à-Dos

heißt eine alte Buchform, die seit dem 17. Jahrhundert bekannt ist. Es handelt sich dabei um ein Doppelbuch, wobei zwei Buchblöcke verschränkt und mit den Titelblättern nach außen einen gemeinsamen Mitteldeckel haben. Zwei Buchblöcke, Rücken an Rücken als ein Buch.
(Quellen: Jane Greenfield, ABC of Bookbinding, 2002, sowie Gustav Moessner, Buchbinder ABC, 1981)
Verstanden? Wenn nicht, guckt bitte in die Bildergalerie. Dort finden sich Fotos vom Frühlingsbuch 2006. Und der Name steht auch für eine Tanzfigur.

Ja, fragt Ihr, was hat Dos-à-Dos mit dem Tanzen zu tun?
Bei Google oder anderswo finden wir, dass das eine Figur ist, bei der sich die Paare beim Squaredance Rücken an Rücken stellen und das rechtsschultrige Umkreisen zweier Tänzer ohne Drehung beschreibt. Auch bei der Tarantella gibt es eine Schrittfolge, bei der die Paare – das sind ja bekanntlich zwei bei der Tarantella – dos-à-dos tanzen, bevor sie dann zur Mühle übergehen. Aber das ist eine andere Geschichte.
Übrigens: wer sich den Goldstar II ertanzt hat (das kommt irgendwann nach dem silbernen und goldenen Tanzsportabzeichen), sollte beim Jive den Dos à Dos mit Kickwendung und Promenadenwalks beherrschen. Meine höchste sportliche Auszeichnung ist im übrigen der Freischwimmer.

Es gibt andere Begriffe mit dieser Bezeichnung: z.B. den Benz dos-à-dos, gebaut von 1897-1901. Der Motor wurde zunächst Contra-Motor genannt, weil die beiden Zylinder gegenüberlagen, heute werden Motoren mit dieser Zylinderanordnung Boxermotoren genannt. In manchen Quellen wird angegeben, dass die Bezeichnung die Lage der Zylinder zueinander beschreibt – Rücken an Rücken. Andere Quellen nennen die Anordnung der Sitzbänke, die Rücken an Rücken montiert sind, als Begründung.. Erinnert sich noch jemand an den Zündapp Janus? Da gab es diese Sitzanordnung noch einmal.

Auch bei der Haltung von Kühen ist eine dos-à-dos-Haltung im Kuhstall bekannt.
Es gibt sicher noch weitere Bedeutungen für den Begriff Dos-à-Dos, wie auch immer man ihm schreibt. Über die Beschreibung weiterer Begriffe im Gästebuch würde ich mich freuen.

Und dann wollte ich auch noch sagen, dass den Namen des Buches keiner erraten hat. War doch so leicht!


10.01.2006


Das Buch des Jahres ist gewählt.

Mit knapper Mehrheit haben sich die Besucher dieser Seite für das

Dreiecksbuch
entschieden. Über die große Wahlbeteiligung und über das Wahlergebnis habe ich mich riesig gefreut. Zunächst erst einmal ein „Danke“ an alle, die sich beteiligt haben.

Stolz bin ich natürlich darauf, dass meine Mühe, das Dreiecksbuch zu erstellen, belohnt wurde. Vor der Herstellung musste ich mir schon einige Gedanken machen, wie ich vorgehen wollte, damit ein ansehnliches Stück daraus wird. Danach habe ich mir natürlich auch Mühe gegeben, es als Buch des Monats so darzustellen, dass es Euer Interesse erregt. Das ist offensichtlich gelungen.

Gefreut habe ich mich auch über die Plätze 2 und 3.

Auf Platz 2 wurde das Weinbuch gewählt, das nach wie vor im Kreis von Familie, Freunden und Bekannten großen Anklang findet und von dem weitere Exemplare in Arbeit sind.
Geredet und geschrieben wurde über das Weinbuch schon viel und in diesem Jahr ist auch eine „Line Extension“ geplant.

Über Platz 3 habe ich mich dann ein wenig gewundert, weil den eines meiner Standardwerke einnimmt: das Fotoalbum. Anderseits ist das Fotoalbum das Buch, das inzwischen die meisten Benutzer gefunden hat, gefolgt übrigens vom Weinbuch.

Ich hoffe, Ihr hattet ein wenig Spaß bei der Wahl. Die Gewinner der Verlosung sind inzwischen benachrichtigt worden. Wenn Ihr nicht dabei wart, seid bitte nicht traurig, vielleicht klappt es ja ein anderes Mal. Es sollte ja auch bei allem Interesse, das ich an dem Ergebnis hatte, für alle Beteiligten ein kleiner Jux sein.

In Kürze werde ich damit anfangen, dass Buch des Frühlings herzustellen. Soviel sei verraten: es handelt sich dabei um eine Buchform, die im 17. Jahrhundert vornehmlich in Frankreich hergestellt wurde. Sicher nicht in riesigen Auflagen. Der Name des Buches ist französisch und taucht heute noch als Begriff für eine Figur in einem Tanz auf. Ich bin mal so verwegen, demjenigen, der den Namen des Buches errät und ihn mir als erster ins Gästebuch schreibt, ein Exemplar zu schenken.

Na, überlegt mal, es ist ganz schön schwierig!

Viele Grüße,

Euer
Heinz Bielstein

25.11.2005


In diesem Monat mit zwei Themen:

Buch des Monats Dezember
Wahl des Buch des Jahres



Buch des Monats Dezember,
ein Halblederband aus Fischleder und Marmorpapierbezug

Nach dem Dreiecksbuch, einer Skulptur in Buchform, ist in diesem Monat die Ausstattung des Einbandes das Interessante am Buch. Über besondere Bezugspapiere mit Jugendstilmotiven, floralen oder Textildekors, habe ich Anfang des Jahres berichtet.

Heute sind es zwei Elemente, die ich besonders erwähnen möchte.

Zum einen der Buchrücken, der bei meinen Büchern zumeist aus Leinen besteht. Solch ein Einband wird Halbgewebeband genannt, auch Halbleinen. Daneben gibt es auch Halblederbände wie bei den großen Brockhausausgaben oder wertvolleren alten Büchern.
Darüber hinaus auch Ganzleinen und Ganzlederbände.
Worauf ich nun bei meiner Jagd nach interessanten Bezugspapieren gestoßen bin, sind eingefärbte Fischlederhäute. Die sehen fischig aus und könnten auch von derartigen Tieren stammen. Da wir nicht über eine Katze verfügen, konnte nicht nicht getestet werden, ob das schuppige Leder tatsächlich maritimen Ursprungs ist. Der Test wird nachgeholt und zu einem späteren Zeitpunkt beschrieben.

Zum anderen das Bezugspapier. Marmorpapier ist bekannt und wird häufig als Bezugspapier verwendet. Die Herstellungsmethode wird in vielen Büchern beschrieben, in Volkshochschul- und gymnasialen Leistungskursen in Kunst hinlänglich vermittelt und praktiziert. Mit der Herstellung vom Marmorpapier habe ich mich noch nicht praktisch beschäftigt. Wenn Ihr aber irgendwo noch etwas aus eigener Herstellung herumliegen habt, sollten wir mal schauen, was daraus gemacht werden kann – oder Ihr schenkt oder verkauft es mir.
Zur Zeit verarbeite ich maschinell oder halbmaschinell gefertigte Marmorpapiere. Diese Papiere sind schon recht teuer (Ein Bogen der Größe 50x70 cm kostet über 5 Euro), dabei fallen zumindest die halbmaschinell gefertigten Bögen recht unterschiedlich aus, so dass ich mir die Bögen einzeln auswähle.

Der Buchblock besteht bei diesem Buch aus liniertem Papier, dass in den oberen äußeren Ecken einen Koch in genießender Pose zeigt, ein Buch zum Reinschreiben von Kochrezepten. Den Titel habe ich in Bezug auf das Fischleder etwas „fischig“ ausgelegt: „Fischgerichte und andere Rezepte“.








Wahl des Buchs des Jahres mit Tombola


Alle Besucher dieser Website sind herzlich eingeladen, sich an der Wahl des Buchs des Jahres zu beteiligen. Dieses wird aus den 10 Vorstellungen (9x Buch des Monats und dem Weinbuch, das im Januar vorgestellt wurde) der Website gewählt. Jede teilnehmende E-mailadresse hat dabei eine Stimme, die für eines der Bücher oder Mappen abgegeben werden kann. Die Stimmabgabe läuft bis zum 31.12.2005, 24:00 Uhr
Das Buch mit den meisten Stimmen wird mit dem Titel „Buch des Jahres 2005“ geschmückt.

Unter allen Teilnehmern der Stimmabgabe werden drei ausgelost, die jeweils ein Buch aus dem Fundus der Bücher des Monats erhalten.

Für die Abgabe der Stimmen hat mein Webmaster ein Stimmabgabemodul programmiert, auf das ich sehr stolz bin, ebenso wie auf den Webmaster, dem ich an dieser Stelle für diese Idee und die Gestaltung und Pflege der Website danke.

Die Bedienung der Stimmabgabemaschine ist recht einfach, Korrekturen sind möglich.
Den Zugang zur Maschine findet Ihr auf der Startseite.


Zur Erinnerung hier noch einmal die Bücher des Monats:


Januar - Weinbuch
Februar - Daily Life, Tagebuch mit Jugendstilmotiv auf dem Einband
März - Klemmordner
April - Poesiealbum
Mai - Zweibuch
Juni - Fotoalbum
September - Sammelmappe
Oktober - Dreiecksbuch
November - Restaurierter Baedeker
Dezember - Halblederband aus Fischleder


Ich freue mich auf eine rege Beteiligung und wünsche viel Glück bei der Verlosung. Der Rechtsweg ist selbstverständlich auch bei dieser Verlosung ausgeschlossen. Die Gewinner werden per Mail benachrichtigt.


Zudem wünsche ich Euch und Euren Familien eine angenehme Vorweihnachtszeit. Verkraftet Stress und Hektik dieser letzten Wochen des Jahres gut und entspannt Euch, zum Beispiel mit dem Einkleben von Bildern in das neue Fotoalbum.

Herzliche Grüße,

Heinz Bielstein

25.10.2005


Buch des Monats November,

ein nahezu 100jähriger Reiseführer, Baedeker Italien, wurde unter Einbeziehung aller verwendbaren Elemente sorgfältig restauriert.

Zerfledderter Einband, fast abgelöst vom Buchblock, der Buchblock weitgehend intakt, so wurde mir der „Patient“ überstellt.

Die Diagnose erfolgte unter Hinzuziehen eines Spezialisten des Klinikum der Universität des Saarlandes, dem dortigen Buchbindermeister, meinem Meister, der mich weiterhin äußerst fachkundig bei neuen Herausforderungen des Buchbindens anleitet. Das nach der Diagnose erstellte Bulletin, sagte im Wesentlichen aus, dass der Patient starke äußere Verletzungen aufwies, die inneren Organe aber weitgehend intakt und funktionstüchtig waren.

An dieser Stelle trenne ich mich von der pseudomedizinischen Berichtserstattung, um mich wieder buchbindermäßig auszudrücken und die einzelnen Arbeitsschritte, die wieder zu einem intakten, ansehnlichen Buch führen sollten, zu beschreiben.

Ziel war es dabei, den Einband weitgehend zu erhalten, den Buchblock zu stabilisieren und lose Seiten wieder einzukleben.
Zunächst wurden vorderer und hinterer Vorsatz kopiert, da diese Teile als einzige nicht im Original erhalten werden konnten. Da aber auf dem hinteren Teil eine Landkarte Italiens gedruckt war, sollte zumindest diese Abbildung erhalten bleiben.

Dann wurde der Einband vom Buchblock getrennt und der Rücken des Buchblocks vorsichtig von Leim und Gaze gesäubert. Die rostigen Heftklammern wurden dabei besonders vorsichtig behandelt um ein Zerbrechen – aber auch Verletzungen meiner Finger – zu vermeiden.
Zu diesem Zeitpunkt entschieden wir uns, die Heftklammern zu belassen und das Buch nicht neu zu heften. Hätten wir das gemacht, wäre die noch gut erhaltenen Schnittverzierungen nach dem Binden wegen des notwendigem Beschneidens des Buchblocks zum Opfer gefallen.
Beim Reinigungsprozess bog ich die einzelnen Lagen leicht auseinander, damit beim nachfolgenden Ableimen (so nennt man das Leimen des Buchrückens) der Leim geringfügig zwischen die Lagen dringen konnte. Vor dem Ableimen wurden die Vorsätze an Vorder- und Rückseite des Buchblocks geklebt. Zusätzlich klebte ich zur Stabilisierung des Blocks einen Gazestreifen über den Rücken. Der Buchblock wurde nun zum Trocknen des Leims hingelegt und dabei mäßig gepresst. Nach einigen Stunden Trocknung konnten dann die losen Seiten sowie die Kopien des alten Vorsatzes in den neuen als sogenannten Spiegel eingeklebt und zur Zierde am oberen und unteren Rückenende ein Kapitalband angebracht werden..

Das waren die Arbeiten am Buchblock. Als anspruchsvoller erwies sich dann die Reparatur des Einbandes, der zunächst in die drei Teil Rücken, vordere und hintere Buchdecke zerschnitten wurde. Die beiden Buchdecken erhielten dann noch einen sauberen, geraden Schnitt an den Seiten zum Rücken hin. An diesen Seiten trennte ich nun mit einem Buchbindermesser etwa 8 mm Bezugsgewebe von der Pappe. Dahinein wurde das neue Leinenstück, das als Rücken dienen sollte, eingeklebt, wobei bereits auf dem Leinen die Rückeneinlage angeleimt war. Da nach 100 Jahren natürlich kein Leinen, das in Farbe und Struktur dem Original glich, erhältlich war, nahm ich dazu ein etwas dunkleres passendes Leinenstück.

Nach Trocknung der geleimten Stellen erfolgte wie üblich das Runden des Rückens mit anschließendem Einhängen des Buchblocks in den Einband und das Abpressen. Zum Schluss wurde der alte Buchrücken noch gerade geschnitten und auf den neuen geleimt. Das Ergebnis kann in der Bildergalerie unten dem Buch des Monats Dezember betrachtet werden.

Der Patient wurde zu seinen Angehörigen als geheilt entlassen.

Ohne die fachkundige Unterstützung meines Meisters Martin Grieser, dem ich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich für Ratschläge, Anleitungen und Mithilfe danke, hätte ich diese Arbeit nicht so erfolgreich abschließen können. Für mich war es mit eine Lehrstunde um ähnliche Aufgaben künftig in vergleichbarer Qualität ausführen zu können, denn da warten bei mir noch so etliche alte Märchenbücher aus meiner Kindheit auf eine Behandlung.
Viele Grüße,
Heinz Bielstein

25.09.2005


Buch des Monats Oktober, das Dreiecksbuch

Dass ich ein Zahlenmensch bin, ist allgemein bekannt.

Aber dass nach einem Zweibuch ein Dreiecksbuch vorgestellt wird, hatte wohl keiner erwartet. Die neue Kreation habe ich beim Surfen im Internet gefunden- und es ist etwas draus geworden.

Die Fläche des Buches ist ein gleichseitiges Dreieck. Ein Dreieck mit drei Winkeln zu je 60°. Da musste ich meinen alten Zirkel wieder auspacken und mit Seitenhalbierender, Lot, rechtem Winkel und Zirkelschlag arbeiten.

Das Dreiecksbuch ist natürlich ein Graus für jeden wirtschaftlich denkenden und arbeitenden Buchbinder.

Bei einer Seitenlänge von 24 cm kann ich den prozentualen Verlust an Papier ausrechnen. Rechnet Ihr doch bitte mal, wie der prozentuale Verlust bei einer halb so großen Seitenlänge, also 12 cm, und der doppelten Seitenlänge, also 48 cm, ist. Mich interessiert, welches Dreiecksbuch dabei besser abschneidet.

Was für mich aber an dem Buch so faszinierend ist, ist, dass es wie eine Skulptur wirkt, wenn es hingestellt wird. So ein Dreiecksbuch als Gästebuch in der Diele auf einer Ablage zwischen hübschen anderen Dingen, das macht schon was her.

Und bei Eurer Fantasie seht Ihr – wie üblich - eine Vielzahl weiterer Verwendungsmöglichkeiten, und wenn es die als Geodreieck ist.

Falls aber im nächsten Jahr dreieckige Handtaschen Mode werden, dann hättet Ihr mit dem Dreiecksbuch das ideale Notizbuch dazu.

Schaut Euch die Bilder an – und rechnet mal. Antworten und Kommentare bitte ins Gästebuch eintragen oder senden an h.bielstein@bielstein-books.de.

Herzliche Grüße,

HB

10.09.2005


Pressbengel

Ende Juli hatte ich berichtet, dass ich mir einen Pressbengel zugelegt habe, und Euch gefragt, ob Ihr wisst, was ein Pressbengel ist.
Ich bin stolz auf Euch, denn die, die es wussten, haben ihr Wissen nicht protzig hinausposaunt sondern es nicht verraten und mir zugeflüstert; ich bin aber auch stolz auf die Leser, die bis heute geduldig auf die Erklärung gewartet haben.

Natürlich hat es nichts mit Kinderarbeit zu tun, daran bestand wohl bei keinem Zweifel.

Kinderarbeit war bei uns nie ein Thema und die Erlaubnis, die üblichen kleinen Verrichtungen wie Rasenmähen, Entsorgung von Zeitungen und Flaschen erledigen zu dürfen, wurde von unseren Kindern stets als Auszeichnung verstanden, glaube ich jedenfalls, denn sie waren immer froh, wenn sie fertig waren.

Doch zurück zum Pressbengel.

Das ist ein Gerät, das bei hölzernen Buchpressen, so eine hab ich auch, auf die Zwingen gesetzt wird, und durch den größeren Hebel bewirkt, dass die Zwingen noch mehr die Presse zusammenzwingen. Das Buch kann somit mit größerem Druck gepresst werden.

Ich stelle mir vor, wie Ihr beim Lesen jetzt die Stirn runzelt, weil Ihr’s nicht verstanden habt.
Macht Euch nichts draus. Hauptsache ist, dass ich solch einen Pressbengel habe und ihn richtig einsetze.

Damit Ihr aber mal einen Pressbengel ansehen könnt, habe ich meine hölzerne Handpresse mit den Zwingen und dem Pressbengel auf der einen Zwinge sitzend fotografiert und in die Bildergalerie unter der Rubrik „Sonstiges“ eingestellt. Es ist das Teil, das wie ein eckiges Nudelholz aussieht.

Und während ich über den Pressbengel schreibe, trocknet der frisch geleimte Rücken des Buch des Monats Oktober. Ich verspreche Euch, dass es wieder etwas spektakulärer sein wird als die Sammelmappe, die ich beim letzten Mal vorgestellt habe. Ohne zuviel zu verraten, es ist mehr als spektakulär. Wenn es den Superlativ von spektakulär gäbe, würde ich es als spektakulärst (......huch, da meckert noch nicht mal Rechtschreib/Grammatikprüfprogramm..) bezeichnen.


Herzliche Grüße,

Heinz Bielstein

25.08.2005


Buch des Monats September

Erinnert Ihr Euch?
An die ersten Bilder, die Ihr mit Buntstiften oder Wasserfarben gemalt habt?

Darauf Männchen mit Armen, Händen und Fingern wie Straßenbesen mit fünf Büscheln Borsten oder schwarzen Vögeln wie die Krähen bei Hitchcock.
Meine Eltern haben glücklicherweise meine Exponate nicht aufgehoben. Offenbar war der Überfluss an mangelnden Maltalent schon frühzeitig erkannt worden und so blieben mir die Peinlichkeiten erspart, das Gekraxel pseudointeressierten Tanten zeigen zu müssen, die sich beim Betrachten kichernd in die Rippen stupsten.

Wurden diese kleinen Kunstwerke jedoch gesammelt, so geschah das in Sammelmappen und das ist auch noch heute so.

So kam die Idee, pünktlich zu Schuljahresbeginn als Buch des Monats September die gute alte Sammelmappe zu präsentieren. Auf den Fotos wird eine einfache Mappe für DIN A4 Blätter gezeigt. Rücken und Ecken sind aus schwarzem Leinen. Das Bezugspapier ist ein grün gefärbtes Bananenpapier. Mit einem Band lässt sich die Mappe schließen. Andere, größere Formate und aufwändigere Gestaltungen, zum Beispiel mit Klappen oder Eckspannern lassen sich natürlich ebenfalls herstellen.

Und wenn man nicht die Werke der vorschulischen oder schulischen Phasen darin aufbewahrt, lassen sich auch Kunstdrucke darin faltenfrei sammeln.


Träumt weiter, von Eurem Maltalent, das nun schon 20, 30, 50 oder noch mehr Jahre im Verborgenen schlummert, in Eurer Sammelmappe aus dünnem grauen, verstaubten und fleckigen Karton. Bewahrt die Ergebnisse dennoch – in einer neuen, hübschen Sammelmappe.


Viele Grüße,
Euer HB

24.07.2005


Weinbuch 2. Auflage

In wenigen Tagen werden wir der Druckerei den nächsten Auftrag zum Druck der Seiten für eine zweite Auflage des Weinbuchs erteilen. Dann geht es wieder los mit Falzen und Lagen zusammentragen, Heften, Buchblock ableimen, schneiden und den Rücken runden, Einband erstellen einschließlich Titelprägung. Schließlich den Buchblock in den Einband einhängen und abpressen.
Mitte bis Ende September sollten die ersten Bücher dieser Auflage fertig sein. Wenn Ihr Interesse an einem Weinbuch habt, meldet Euch bitte.


Fotoalben, noch immer ein Thema

Es ist schon erstaunlich.
Ich dachte zum Thema Fotoalbum wäre nun alles gesagt, ein paar Alben hätten noch fertig gestellt werden müssen und damit wäre an dieser Stelle alles gesagt.
Ich hatte nicht mit der Kollegin gerechnet und schon gar nicht, was der Hintergrund der Frage nach Buchschraubenmappen war, von denen einige in der Bildergalerie gezeigt werden.
Ganz einfach. Da hat sie fein säuberlich über Jahre ihre Fotos auf dünne DIN A4-Kartons geklebt, jeden Karton in eine Klarsichthülle gesteckt und die Klarsichthüllen in Ordner gepackt.
Der Wunsch, die Fotos statt in tristen faden Ordnern in ansprechenderer Form zu sammeln und so etwas auch noch zu verschenken, brachte die Kollegin auf die Idee, ob es nicht möglich wäre, Buchschraubenmappen als Fotoalben zu benutzen. Die Fotos bräuchten nicht von Karton gerissen und in ein Album geklebt werden, sondern könnten so, wie sie sich in den Klarsichthüllen befinden, umgepackt werden.

Nichts leichter als das.
Statt Rezepte auszuschneiden, sie in Hüllen zu packen und in den Mappen zu sammeln, eignen sich die Buchschraubenmappen natürlich auch bestens als Fotoalben.
Das Ergebnis ist, dass ich zur Zeit Buchschraubenmappe herstelle.


Und zum Schluss:

Letzten Samstag habe ich mir einen Pressbengel zugelegt. Wisst Ihr was das ist? Ratet mal und schreibt es mir.


Herzliche Grüße,
Euer Heinz Bielstein

24.06.2005


Weinbuch vergriffen, 2. Auflage geplant

Die Miniserie des Weinbuchs ist seit kurzem vergriffen. Von der Idee zur Realisierung war es ein kleiner Schritt. Inzwischen ist ein weiterer gefolgt, indem wir bei der Ausstattung einige Verbesserungen durchgeführt haben. Damit ist das Weinbuch wirklich einzigartig und durch die Gestaltung des Einbandes mit verschiedenen Bezugspapieren oder unterschiedlichen Leinen und einer individuellen Bedruckung der vorderen Einbandseite stets ein Unikat – wobei die Bedruckung kein Muß ist.
Zur Zeit überlegen wir uns noch, welche Änderungen oder Ergänzungen in einer 2. Auflage sinnvoll sind und gewünscht werden.
Hier sind nicht nur die Besitzer von Weinbüchern gefordert, Ihre Erfahrungen an uns weiterzugeben, auch von Nicht- oder Noch-Nicht-Weinbuchbesitzern nehmen wir gern Anregungen entgegen.
Wie Ihr an den verschiedenen Büchern und anderen Exponaten aus der bielstein-books Werkstatt seht, werden Anregungen soweit möglich umgesetzt.

Eure Kommentare könnt Ihr gern persönlich abgeben oder Euch per Mail oder Gästebucheintrag melden.



Fotoalben sind gefragt

Nach dem Lesen der letzten News mit dem Fotoalbum als Buch des Monats wurden offensichtlich vielfältige Überlegungen angestellt, wie die eigenen Fotos gesammelt und in einem Album präsentiert werden können. Nachdem ich dort über einige Verwendungsmöglichkeiten berichtet hatte, war ich ganz erstaunt, was bei Euch noch so an Ideen herumschwirrt.
Ein Kollege denkt an ein großformatiges Album aus schwarzen Seiten, damit die nahezu professionellen Aufnahmen optimal zur Geltung kommen, ein anderer möchte die Fotos vom Familientreffen im kleinen Kreis lieber in kleines Album kleben.

Besonders freue ich mich immer, wenn Ihr Euere eigenen Ideen zur Einbandgestaltung mitbringt. Da gibt es schon manche Überraschung. Allerdings verarbeite ich nicht jedes Papier, zu dünnes Geschenkpapier von der Rolle lässt sich bei größeren Formaten nicht oder nur schlecht verarbeiten, die Laufrichtung des Papiers muss natürlich stimmen, sonst biegt sich der Einband. Zur Unterstützung Eurer Ideen stelle ich natürlich auch gern meinen Fundus von mehr als 100 Bezugspapieren und Leinen in verschiedenen Qualitäten und Farben zur Verfügung. Wenn Ihr Euch in der Bildergalerie umschaut könnt Ihr schon einige Möglichkeiten sehen.




Was ich so tue

Endlich werde ich den Stapelschneider - zum Beschneiden der Buchblöcke -, den ich vor einigen Wochen auf dem Homburger Flohmarkt gekauft habe, wieder funktionsfähig machen. Er braucht ein neues Messer und wird mich wieder einen Schritt unabhängiger machen.
Ansonsten stehen einige Fotoalben und Buchschraubenkladden zur der Fertigstellung an und Reparaturen einiger alter Bücher sind zu erledigen. Von den Reparaturen demnächst mehr.

Viele Grüße,
HB

25. 05. 2005


Buch des Monats Juni

Der Sommer und mit ihm die übliche Urlaubszeit stehen bevor.
Viele von Euch werden demnächst ein paar Tage oder mehrere Wochen ausspannen, sich erholen, reisen und dabei mehr oder weniger viele Fotos machen.

Als kürzlich eine meiner Buchbinderkolleginnen von einer mehrwöchigen Chilereise zurückkehrte, brachte sie über 500 eigene Fotos mit. Mit den Fotos ihrer Mitreisenden waren es fast Tausend. Dank digitaler Fotografie wurde alle auf eine CD gebrannt und waren über den PC zu betrachten.

Als Buch bindende Fotografin oder fotografierende Buchbinderin reichte diese Betrachtungsmöglichkeit jedoch nicht aus. Fotoalben wurden in ausreichender Menge hergestellt, um die Bilder darin aufzunehmen.

Wir besitzen natürlich auch einige Digitalkameras in der Familie, silbern und schwarz, mit wenig Pixeln und mit zig Millionen, mit und ohne heraus fahrbarem Objektiv.

Trotzdem haben wir nicht nur die alten Kinder-, Urlaubs-, Hochzeits- und Weihnachtsfotos in Alben geordnet und gesammelt, sondern ich stelle auch für die digital gespeicherten Fotos Alben her.

Und, das Fotoalbum ist das Buch des Monats Juni.

Warum?

Zum einen ist es der Reiz des Albums an sich:

  • vier bis acht Fotos auf zwei gegenüberliegenden Seiten
  • mehr oder weniger schwülstiger, schmalziger, witziger oder wirrer Text
  • mit schulmeisterlichen Kommentaren oder Plattitüden
  • in gelenker oder ungelenker Handschrift
  • von kalligrafischer Schönheit oder lässiger Unleserlichkeit
  • garniert mit Eintrittskarten vom botanischen Garten oder Musical
  • mit der Fahrkarte der Gondel zur Bergstation und der Rechnung vom Gourmettempel.

Das bietet keine Fotosammlung auf CD, kein Camedia Master.

Merkt Ihr, was Ihr versäumt, wenn Ihr Eure Bilder am Bildschirm anseht?
  • Klar, die Sequenz herrlicher Aufnahmen von der Schottland-Tour ist unterlegt mit Dudelsackgepfeife - nach einer halben Stunde habt Ihr genug davon.
  • Der Gesang der Don Kosaken begleitet die Fotoshow vom Bernsteinzimmer – ist wohl nicht ganz stilecht.

Lieber also Fotoalben angucken.

Aus diesem Grund ist das Fotoalbum dieses Mal das Buch des Monats.
Einige Urlaubsalben kennt Ihr ja bereits aus der Bildergalerie. Das kleine Berlin-Album von Wochendtrip und das Frankreich-Album mit der Trikolore als Leineneinband.

Als Buch des Monats Juni zeige ich hier ein Italien-Album mit einem Landkarten-Ausschnitt als Einband und Lagen in den Landesfarben – Grün, Weiß, Rot.

Fotoalben eignen sich natürlich und wie jeder weiß nicht nur zur Ablage von Urlaubsfotos.
Wir haben für unsere Kinder jeweils drei Alben mit Bildern von der Geburt bis zum Schulabschluss zusammengestellt.
Für meine schönsten Fotos habe ich mir ein Best-Of-Album mit dem Titel QUERBEET gemacht. Meine Frau, Vera, hat ihre Lieblingsfotos in KUNTERBUNT eingeklebt.
Veras Acrylmalereien, inzwischen in der ganzen Familie verstreut, sind als Fotos in einem Album dokumentiert.
Freunde sammeln auf diese Weise Fotos von Rosen oder machen seit Jahrzehnten jedes Jahr ein Foto ihres Weihnachtsbaums und kleben es in ein Weihnachtsbaum-Album.

Mich würde es nicht wundern, wenn Ihr nicht auch in letzter Zeit mit Uhu oder einem Prittstift Fotos eingeklebt habt oder darauf wartet, irgendwann Zeit zu haben, die alten Fotos aus Kisten oder Schubladen zu holen und in ein schönes Album zu kleben.

In meinem Umfeld gibt es nur zwei Sorten Menschen, die, die Fotos einkleben, und die, die Fotos einkleben wollen, aber immer einen Vorwand finden, es nicht zu tun.

Sollet Ihr zur einen oder anderen Spezies gehören – und Ihr gehört dazu! - , meldet Euch, wenn Ihr ein individuell gefertigtes Album haben möchtet. Der Vorwand „Ich find’ ja kein hübsches Album“ zählt nicht mehr.

Ich mach Euch auch Euer Moped auf den Einband, wenn Ihr ein Album für Euer Bikertreffen vom letzten Frühjahr haben wollt.



Die Größe der Alben
Grundlage für ein Fotoalbum ist der Fotokarton, 100 cm hoch, 70 cm breit. Um Verschnitt zu vermeiden, werden daraus zumeist 25 cm oder auch 33cm hohe Bögen geschnitten, die Seiten von 35 cm Breite ergeben – oder entsprechend kleinere Maße unter optimaler Nutzung des Bogens, zum Beispiel mit halber Bogenbreite.
Mein Standardmaß ist ein Album – so auch beim Buch des Monats - mit den Maßen 25 cm x 35 cm. Da passen vier normale Fotos im Querformat auf eine Seite. Ein Album mit 6 –15 Lagen (44-116 Seiten) fasst dann schon einen Urlaub oder ein paar Jahre im Leben eines Kindes. Die Anzahl der Lagen kann je nach Bedarf festgelegt werden. Eine Lage besteht aus zwei gefalzten Bögen Fotokarton. Zwischen den zwei Bögen befinden sich jeweils zwei Ausgleichsfalze, die dafür sorgen, dass die Fotos im Album Platz haben, ohne dass der Einband auseinander quillt.
Wozu kleinere Alben zu gebrauchen sind, habe ich bereits oben beschrieben.
Pfiffige Leser haben erkannt, dass da mit der Seitenzahl anscheinend etwas nicht stimmt, denn 15 Lagen mit je zwei Bögen = 8 Seiten sind 120 Seiten. Stimmt! Aber das erste und das letzte Blatt des Buchblocks werden mit dem Einband verleimt und können somit nicht mitgerechnet werden. Klar?

Gebunden oder mit Buchschrauben zusammengehalten
Neben diesen Alben mit gebundenem Buchblock in einem klassischen Einband stelle ich auch Alben her, bei denen der Buchblock aus einzelnen, nicht gefalzten Bögen besteht, zwischen denen sich jeweils ein Ausgleichsfalz befindet. Bögen und Ausgleichsfalze sind miteinander verleimt. Dazu wird ein Einband gefertigt, der durch Buchschrauben mit dem Block verbunden wird. Damit das Album gut aufzuschlagen und zu blättern ist, wird jeder Bogen nahe den Ausgleichsfalzen mehrfach gerillt. Das hört sich kompliziert an, sieht aber auch gut aus.

Der Material- sowie auch der Zeitaufwand sind für beide Arten bei gleicher Seitenzahl nahezu identisch. Von der Funktionalität steht keine Variante der anderen nach. Es ist demnach reine Geschmackssache, welche Art des Albums besser gefällt.

.....und ein letzter Tipp
Wenn Ihr noch ein altes Album mit einem unkultigen Einband der 70er-, 80er- oder 90er-Jahre habt, der vermutlich nicht mehr kultig wird oder Euch einfach nicht gefällt, kann ich ihn durch einen neuen Einband ersetzen.






Lieber Besucher dieser Website,
das „Buch des Monats“ geht jetzt ebenfalls in den Sommerurlaub und kehrt im September wieder zurück.
Dann werde ich wieder interessante Bücher vorstellen.
Geplant ist ein Buch, das neben klassischen Materialien wie Papier und Pappe ungewöhnliche wie Zinkblech und Magnete enthält, ferner möchte ich ein altes Buch präsentieren, dass ich rundum erneuert habe.
Mehr konkrete Projekte habe ich zur Zeit nicht in der Planung. Deshalb habt Ihr jetzt wieder die Möglichkeit, mir Anregungen und Aufgaben für weitere Arbeiten zu geben.

NEWS wird es aber auch in den nächsten Monaten auf dieser Seite geben, rund ums Buchbinden und zum Buch an sich.

Herzliche Grüße,
Heinz Bielstein

22.04.2005


Buch des Monats Mai

Vor drei Monaten wusste ich noch nicht, was ein „Zweibuch“ ist, letzten Monat habe ich zwei hergestellt.

Vor drei Monaten kam Kollege Wolfgang zu mir und zeigte mir ein Buch mit den Worten: „Schau Dir das mal an, kannst Du so etwas auch?“


Das Buch war ein Zweibuch, bei Google ist unter diesem Begriff auch genau das Buch, was mir da gezeigt wurde, zu finden. Titel: Gökbük wirklich möglich- Zweibuch vom schöpferischen Winkel“ von der Münchener Kommunikationsagentur Kochan & Partner und dem prokonVERLAG. Dieses Buch wurde mehrfach, u.a. für seine hohe Designqualität und als schönstes Buch 1999, ausgezeichnet.

Dieses Zweibuch bestand aus zwei Buchblöcken, aufgeklappt ist links ein Teil des Buches, zu öffnen und zu lesen wie ein ganz normales Buch. Auf der rechten Seite befindet sich der zweite Teil, der so da liegt wie ein Buch, das auf der Titelseite liegt und ebenso aufgeklappt werden kann. Beide Teile sind verbunden, ein Zweibuch also.

Das Buch durfte ich mir ausleihen und am nächsten Abend beim Buchbinden zeigte ich es meinem Meister Grieser mit der Frage: „Kann ich das auch machen?“
Fachmännisch wurde das Objekt betrachtet, hin und her gewendet, auf und zu geklappt. Das Ergebnis der Betrachtung: „Die Buchblöcke sind schief eingehängt.“
Fazit des Meisters: „Kannste, aber kannste besser!“

Mein „Danke für das Vertrauen“ blieb unausgesprochen, aber besser zu sein als eine richtige Buchbinderei, die das gedruckte Werk gebunden hatte, das konnte ich mir nicht vorstellen.
Vorsichtig fragte ich noch, ob die Deckel so groß wie für einen normalen Buchblock sein müssten. „Joo“ war die Antwort.

Zur Probe wollte ich einen Prototyp herstellen und damit es schneller ging, nahm ich zwei fertige Buchblöcke im DIN A6 Format, die es bei meinem Papierdealer gibt. Zu Hause malte ich dann zunächst freihändig ohne Lineal eine Skizze, quasi einen Grundriss, benannte die Teile, verglich die Zeichnung mit der Vorlage und dachte darüber nach, ob mein Vorhaben so realisiert werden könnte, dass ein vorzeigbares Ergebnis dabei heraus käme.
Auf der Grundlage der schiefen Striche wohl nicht, war meine Erkenntnis, nahm Lineal und Geodreieck und fertigte eine Skizze im Maßstab 1:2 an. Das sah nicht nur professioneller sondern auch erfolgsversprechender aus.

Das Werk wurde begonnen, misslang jedoch zunächst, da die Breite der Deckel doch 2 mm zu groß bemessen war. Das Zweibuch entstand beim zweiten Anlauf nach der zweiten Skizze und weil es dann doch so gut klappte, stellte ich sogleich noch ein zweites Exemplar her.

Stellt sich die Frage, wozu braucht man so ein Zweibuch?

Leute ohne Fantasie zucken da nur mit den Schultern.

Denkbar, so hab ich mein Exemplar genannt, „Soll“ und „Haben“, oder ein gemeinsames Tagebuch für Wolfgang und Otto, ein Fotoalbum für Bilder unserer beiden Kinder oder mit einem Kalender auf der einen und einem Notizbuch auf der anderen Seite. Das Gästebuch „Lob“ und „Tadel“ wäre eine weitere Möglichkeit.

Und da der Meister immer Recht hat, sind meine Buchblöcke gerade und nicht schief eingehängt.

Mich interessiert natürlich Eure Meinung über Sinn oder Unsinn eines Zweibuchs.


Herzliche Grüße
Heinz Bielstein

31.03.2005

Buch des Monats April

Interessant an der Buchbinderei wie ich sie betreibe sind die Gespräche dazu mit Euch.
Eure Ideen umzusetzen bereitet mir zunächst manchmal großes Kopfzerbrechen, dann aber großen Spaß.

Das war beim Weinbuch so, genau wie bei dem Buch des Monats April.

Es fing mit der harmlos erscheinenden Frage einer Kollegin an, ob ich mal für sie eine Kladde machen könne.

Na klar, ist ja recht einfach.

Möglichst mit einem Leinenbezug und einem Bild drauf!

Kein Problem, hab’ ich ja schon mal gemacht.

Das Bild erwies sich dann als Ausdruck auf dünnem Druckerpapier.

Drucken wir das auf dickeres Papier, sieht besser aus.

Dann kam da noch die Bitte, einen kleinen Spruch auf als Titel zu drucken.

Hab’ ich noch nicht gemacht, muss ich mir mal überlegen.

Was dabei rausgekommen ist, sind zwei niedliche Poesiealben für Neffe und Nichte mit einem ganz tollen Poesiealbumspruch auf dem Titel.

Ich wäre mächtig stolz gewesen, wenn meine Tante mir einen solchen Spruch gewidmet hätte.




..........und im Mai werde ich ein Buch vorstellen, so etwas habt Ihr wahrscheinlich noch nicht gesehen. Ich wusste vor einigen Wochen noch nicht, das es so etwas gibt.
Es ist ein „Zweibuch“. Ab Anfang Mai hier bei mir zu sehen!

Viele Grüße,
Euer Heinz Bielstein

17.03.2005

Zwischendurch kurz eine kleine Nachricht, ein Dank & Gruß..

Auf die letzten News mit dem Buch des Monats März, dem Klemmordner, habe ich eine Menge Resonanz erhalten. Das führte dazu, dass ich einige Abende mit dem Beziehen von Klemmordner-Rohlingen verbrachte, außerdem konnte ich die Bestellmenge bei meinem Lieferanten erhöhen, allerdings nicht in Verbindung mit einer Preisreduktion. Aber das macht ja nichts, kann ja noch werden. Ich hoffe jedenfalls, dass Ihr Freude an den guten Stücken habt.

Zwei Gäste der Website kamen in diesem Zusammenhang auf mich zu und stellten mir neue Aufgaben, darunter eine echte Herausforderung. Ein Ergebnis werde ich bereits im nächsten Monat vorstellen, das andere braucht etwas länger.


Zunächst bedanke ich mich bei allen Lesern, besonders denen, die mich auf meine Buchbinderei angesprochen haben, die Vertrauen in die Arbeiten setzen und mich zu neuen Taten herausgefordert haben.

Allen wünsche ich ein frühlingshaftes frohes Osterfest.

Mit herzlichen Grüßen,
HB

1.3.2005

Buch des Monats März

In diesem Monat ist das „Buch des Monats“ gar kein Buch, sondern ein Klemmordner.

Klemmordner sind – wie Ihr wisst – dazu da Blätter, z.B. im DIN A 4 Format, ohne Lochung abzulegen oder Präsentationsmappen zusammenzustellen.
Inzwischen habe ich eine Quelle aufgetan, aus der ich Rohlinge beziehen kann.
Diese Rohlinge sind fertig montiert und haben einen schwarzen Leinenrücken. Die Deckel lassen sich dann sinnvoll mit allen Papieren beziehen, die zu einem schwarzen Rücken passen. Zur Zeit versuche ich, Rohlinge zu bekommen, deren Rücken noch nicht bezogen ist sowie Rohlinge für DIN A 5 Formate. Ich bin gespannt, ob mein Lieferant fündig wird. Ab einer Menge von 20.000 Stück ist das wohl kein Problem, aber bei dieser Größenordnung bin ich zur Zeit noch nicht angekommen. Ich komme mir daher so vor, wie unser Kunde in Kenia, der maximal 50 Kartons haben möchte von Produkten, die üblicherweise containerweise gehen.

Die Klemmordner habe ich zum einen mit dem Schmetterlingspapier bezogen, zum anderen mit einem einzigartigen Marmorpapier, dass ein wirkliches Unikat war. In den nächsten Wochen werde ich noch ein paar Klemmordner herstellen und sie in der Bildergalerie zeigen.


01.02.2005

Buch des Monats

Daily Life habe ich auf den Einband meines Tagebuchs gedruckt

Den Titel verdanke ich unserer ehemaligen Kollegin Carine, die nach ihrem Aufenthalt in Moskau seit Beginn des Jahres in Peking wohnt. (Carine, ich wünsche Dir und Lorenz eine erlebnisreiche Zeit in China und der weiteren Umgebung). Sie beschrieb unter dem Begriff „Daily Life“ in ihren Mails das Moskauer Leben, so wie sie es erlebte: Den Gang zur U-Bahn in dicken, warmen Stiefeln durch den dreckigen Schnee, die Fahrt in der überfüllten U-Bahn zur Arbeit, die verschiedenartige Zusammenarbeit mit russischen Kollegen, oder den Versuch, aus der Haustür zu kommen, nachdem sich eine Schneelawine vom Dach gelöst hatte und zum unüberwindbaren Hindernis auf dem Weg zum Büro geworden war. Abläufe und Widrigkeiten des täglichen Lebens, Daily Life.

Mein Daily Life halte ich fest in einem Buch aus grauem Skizzenpapier. Die Rauheit des Papiers lässt den Bleistift mit geräuschvollem Kratzen über das Papier fahren. Du kannst die Worte hören, die Du schreibst.
Der Buchblock liegt in einem Einband, der mit einem Blumenmotiv im Jugendstil, Kapuzinerkresse, bezogen ist.

Das Papier habe ich mit unterschiedlichen Motiven in einer Saarbrücker Buchhandlung als „Geschenkpapier von Künstlerhand“ gefunden. Neben 12 verschiedenen Art Nouveau - wir können aber auch weiterhin Jugendstil sagen – Blumenmotiven habe ich mich dann noch gleich eingedeckt mit Papieren, die Textildekors des 18.Jahrhunderts zeigen. Diese Dekors stammen aus der Sammlung des Musée de l’Impression sur Étoffes de Mulhouse. Eine Kladde mit einem Erdbeermotiv zeige ich in der Bildergalerie in der Rubrik Buch des Monats. Eine dritte Art dieser feinen Geschenkpapiere besteht aus Paisley-Motiven. Wie wär’s: statt Paisley Schal oder –Krawatte mal ein Buch mit Paisley-Tränen.

Aber noch einmal zurück zum Daily Life: Die farblich abgestimmten Grün- und Orangetöne der Kapuzinerkresse harmonieren mit dem Buchrücken aus passendem grünoliven Leinen.

Das Daily Life, ein Augenschmaus und richtiger Reinschreiber.


08.01.2005

Das „Weinproben-Buch“ ist das Projekt mit dem wir uns derzeit beschäftigen.
Ein Buch für Weinliebhaber, die festhalten möchten, welche Weine sie getrunken haben und dazu einige Charakteristika der Weine und Fakten notieren möchten.

Auf jeweils einer Seite sind verschiedene Rubriken vorgedruckt:

  1. Wie der Wein geschmeckt hat
  2. Wozu er getrunken wurde
  3. Was er gekostet hat und wo er gekauft wurde
  4. Es ist sogar Platz zum Aufkleben des Etiketts vorgesehen

Je nach Ausführung kann auf 60 bis 100 Seiten eine entsprechende Zahl an Weinen beschrieben und somit dokumentiert werden.

Die Herstellung des Buchs ist reine Handarbeit.

Unter Verwendung eines kräftigen leicht strukturierten grauen Papiers wird der Buchblock von Hand gebunden. Zwischen dem Vorsatz und den bedruckten Seiten befindet sich eine zusätzliche Blankoseite, die als Titelblatt beschrieben oder bedruckt werden kann.
Der Einband besteht aus einem leinenbezogenen Buchrücken, vordere und hintere Buchdecke sind mit einem handbedruckten Naturfaserpapier bezogen. Andersartige Einbände können individuell gestaltet werden – z.B. Ganzleinen oder Beziehen mit anderen Papieren.
Bedruckung des Einbandes mit einem Titel oder einem Namen ist ebenfalls möglich.

Das Projektteam – Evelyn Stumpf – Stefan Henrichen – Heinz Bielstein – hat mit Spaß und Engagement von der Idee bis zur Produktreife an der Realisierung gearbeitet. Inzwischen ist eine kleine Nullserie nahezu fertiggestellt und teilweise distribuiert. Erste positive Resonanzen haben wir bereits erhalten, die uns ermutigen, weitere Exemplare für Interessierte anzufertigen. Fotos sind auf dieser Website in der Bildergalerie unter Weinprobenbuch zu sehen. Wer Interesse an einem Buch hat, meldet sich bitte bei uns.

Das Buch ist einschließlich all seiner Teile urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendung außerhalb des Urhebergesetzes ist ohne Zustimmung des Projektteams unzulässig. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen jeglicher Art.
Das Copyright liegt beim Projektteam.
Kontakt über h.bielstein@bielstein-books.de oder Heinz Bielstein, Unterm Beeder Hof 12, 66424 Homburg.


10.12.2004

Die Webseite wurde durch weitere Fotos aktualisiert.

Inzwischen arbeiten Evelyn (Idee), Stefan (Layout) und ich (Realisierung) an einem neuen Buchprojekt, das ich nach Weihnachten hier vorstellen werde. Zur Zeit kann ich noch nicht mehr darüber berichten, da die ersten Ergebnisse als Weihnachtsgeschenke verwendet werden.

Schaut mal wieder rein!

30.11.2004

Schmeißt Eure Kunst-, Comic-, Fotokalender am Ende des Jahres nicht weg. Kommt mit Eurem Lieblingsmotiv zu mir. Dann schauen wir mal, ob wir das als Umschlag für ein tolles Buch oder Album nehmen können. Als Beispiel habe ich bei den Alben ein Foto mit einem Katzenmotiv. Das stammt auch von einem Kalender und ist ein Ausschnitt des Kalenderblatts. Sieht doch toll aus.

Von einer Reise nach Berlin habe ich einen Stadtplan mitgebracht. Der ist auch bei einem Album verarbeitet worden.

Hab Ihr eine Idee? Laßt uns mal drüber reden.

Herzliche Grüße,
HB

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